Auf den Dächern des Balkans

Ins Rila- und Piringebirge, darunter auf die höchsten Gipfel der Balkanhalbinsel, führte mich meine einwöchige Wanderwoche. Entlang schroffer, zackiger Kämme und Höhen und zu kristallklaren Seen. – Traumhaft war’s! Doch leider viel zu kurz! Nun zu den Höhepunkten:

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Kostbare (Augen-)Blicke in der Sächsischen Schweiz

Blick von der Schrammstein-Aussicht zur Elbe

Wir schauen weit über zerklüfteten Sandstein. Die späte Nachmittagssonne glitzert in der fernen Elbe. Die Zeit steht still, und dennoch haben wir an diesem Tag nicht mehr viel von ihr. Wir müssen weiter. In zwei Stunden wird es schon dunkel.

Also wieder runter von den wild-zerschrammten Schrammsteinen. An der Hohen Liebe (401 m) vorbei und nach Ostrau, wo wir uns für zwei Nächte einquartiert haben. Den Hinweg zur phantastischen Schrammstein-Aussicht (417 m) hatten wir durch den Lattengrund genommen.

Bereits nach den ersten Stunden in der Sächsischen Schweiz frage ich mich: Sind wir denn verrückt, dass es uns immer wieder in die Ferne zieht? Hier ist’s so doch schön… was braucht man denn sonst noch??

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Durch das Land der Skipetaren

Albanien, lange einer meiner Sehnsuchtsorte, ist für mich untrennbar mit Karl May verbunden. Danke an den berühmtesten Sohn Hohenstein-Ernstthals! Jetzt wollte ich das Land der Skipetaren endlich bereisen.

Eine Radreise mit dem Biketeam zu einem der letzten Geheimnisse Europas, tief hinein in einen bergigen, in der kommunistischen Zeit von der Welt abgeschotteten Balkanstaat: Wie hatte er sich entwickelt? Darauf war ich sehr gespannt. Wie auch auf die wilde Gebirgslandschaften, die Pflanzen- und Tierwelt. – Hier nun kommt mein Tagebuch:

Tag 1. Tirana hat heute weit über 600.000 Einwohner – und damit etwa doppelt so viele wie unmittelbar nach Ende der Diktatur. Unser Guide Erald führt uns über den Skanderbeg-Platz mit der Oper, dem Kulturzentrum und der Nationalbibliothek, dem markanten Reiterstandbild Fürst Skanderbeg und der Et’hem-Bey-Moschee, die gegenwärtig restauriert wird.

Der Skanderberg-Platz ist dem albanischem Nationalhelden Skanderbeg gewidmet, der im 15. Jahrhundert gegen die Osmanen kämpfte. 

Wir kommen zu einem Park mit einem Stück der Berliner Mauer und kurz darauf zum Platz, der nach Mutter Teresa benannt ist. Die berühmte Heilige der katholischen Kirche ist albanischer Abstammung.

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Zài jiàn („auf Wiedersehen“) in Shanghai

Tage 23 und 24. Metropole Shanghai, eine der größten Städte der Welt. Nach einer achtstündigen Zugfahrt verschaffen wir uns sofort einen bleibenden Eindruck beim Gedränge auf der Flaniermeile The Bund am Huangpu Jiang. Höhepunkt im doppelten Sinne ist am zweiten Tag die Fahrt auf den Shanghai-Tower (632 m), drittgrößter Gebäuderiese dieser Erde.

Auch sehr beeindruckend: der Yu- Garden aus dem 16. Jahrhundert, ein wichtiges Zeugnis der hiesigen Gartenkunst.

Mit diesen Eindücken endet unsere China-Reise. Etwa 1.200 km im Fahrradsattel liegen hinter uns. Unvergessliche Momente in einem hoch-spannenden Land, einzigartig: diese Landschaft, das Essen, die Menschen, die rasante (nicht nur städtebauliche) Entwicklung der letzten Jahre… Zài jiàn! Wir kommen gerne wieder.

Durch die Xiling-Schlucht nach Yichang

Tag 22. In Zigui schwingen wir uns nochmal auf unsere Räder. Vor unserer Zugfahrt nach Shanghai und dem bevorstehenden Rückflug nach Deutschland – ein wenig Wehmut schwingt also bereits mit! Mit der Fähre setzen wir zuerst auf die andere Seite des Yangtse, um durch die letzte der drei Schluchten zu fahren, die Xiling-Schlucht. Unser Ziel nach ca. 50 km: die Millionenstadt Yichang. Vorab sei gesagt: eine Stadt zum Verlieben!

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In den schmalen Schluchten des Daning-Flusses

Tag 20. Obwohl der Hafen keine 300 Meter entfernt ist, holt uns am Morgen ein Shuttle ab und bringt uns zum Schiff. – Tja, Zeiten ändern sich. Eben noch täglich 100 km durch die Berge geradelt, doch ab sofort lassen wir uns kutschieren wie Könige.

Die Bootsfahrt zeigt uns die Gipfelstadt von der Seeseite und führt uns dann durch die schmalen Schluchten des Daning-Flusses, der in Wushan in den Yangzi mündet. Schmale Schluchten bedeuten auch Wechsel in ein schmaleres Boot, und wir müssen – obwohl es hier wohl niemals Wellengang gibt – Schwimmwesten anlegen. Wir kommen an einem Kahn mit Sängern vorbei, die in dem Moment, als wir in Hörweite sind, zu singen anfangen. Ein Fischer wirft just als wir vorbeifahren, sein Netz aus, und als sich uns ein paar Enten nähern, vermute ich zuerst, dass sie ferngesteuert sind (was sich zum Glück nicht bewahrheitet).

Ein malerischer Anblick: Steile Felsen und grün bewachsene Berge beiderseits des Flusses. In dieser Höhe floss vor wenigen Jahren kein Wasser. Der Mensch hat sich die Natur unterworfen, und es wird an vielen Stellen noch weiter gebaut und optimiert.

Nach der Bootstour ziehen Diana und ich erneut durch das faszinierende Wushan. In einem Restaurant bestellen wir das schärfste Essen der Welt – und geben uns wirklich die beste Mühe, es zu genießen… Leider haben wir nicht alles geschafft (siehe Foto).