Fast menschenleer: Der Meraner Höhenweg im Corona-Herbst

Goldener Herbst mit vielen Farben – gerne denke ich an den jüngsten Oktober zurück. Er liegt erst wenige Wochen zurück, und dennoch klingt es wie “damals”. Damals durfte man noch in Südtirol urlauben, der Norden Tirols galt dagegen bereits als Risikogebiet, das auf uns, während unserer Durchreise, wie ausgestorben wirkte.

Eine gemütliche Unterkunft finden wir im Praidlerhof im Dorf Tirol. Unser Basis-Quartier, umgeben von Plantagen mit üppigen, prächtigen Äpfeln. Von hier aus wollen wir auf den Meraner Höhenweg, doch die Wetterfrösche verheißen bei unserer Ankunft nichts Gutes. In Teilen der südlichen Alpen gab es starke Überschwemmungen, und es solle die nächsten Tage weiterregnen. Nun, jetzt schon aufgeben? Nein, lieber wollen wir es in kleinen Schritten versuchen. Ein Abstieg ins Tal wäre auch später noch möglich.

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Feierabendtour auf dem Landwehrkanal

Ein Gastbeitrag von Christian B.

Meinem lieben Cousin und mir stand unsere jährliche Feierabendtour auf dem Landwehrkanal bevor. Wir paddeln seit mittlerweile 6 Jahren zusammen, dabei waren wir bereits 4 mal auf diesem Gewässer unterwegs. Auch jetzt entschieden wir uns für diese abwechslungsreiche Tour, welche für uns logistisch günstig gelegen ist, aus gutem Grund. 

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Von der Düsseldorfer Hütte zum Oberhochmuthof

Bergsee an der Düsseldorfer Hütte

Tag 10 und Abschied. An den Waschbecken in der Düsseldorfer Hütte (2721 m) ist langes Anstehen angesagt, Duschen gibt es hier nicht. Ich bevorzuge daher ein kühles Bad im angrenzenden Bergsee. Allerdings sonnt sich dort bereits weibliches Hüttenpersonal, weshalb es mich noch weiter nach oben zieht, zu einem einsamen Bächlein.

Auf dem Weg dorthin in Badelatschen verletze ich mich ein wenig am Fuß. Glück im Unglück: Mit Ingrid haben wir eine Ärztin in der Gruppe. Als sie nach meiner Rückkehr das Blut sieht, leistet sie umgehend erste Hilfe.

Den gemeinsamen Abstieg am nächsten Morgen nach Sulden (ingesamt 860 Höhenmetern, weitestgehend am Bach) kann ich vorsichtig, aber problemlos absolvieren. Unterwegs posiert immer wieder der majestätische Ortler.

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Von der Schaubachhütte zur Tabarettahütte

Der Ortler (3905 m)

Tag 8. Am Morgen vor dem Start habe ich noch eine Viertelstunde alleine vor der Hütte mit Blick auf den Suldenferner. Wie prächtig!

Es gibt einen Gletscherweg, dessen Zustand und Schwierigkeitsgrad sich von hier aus schwer bemessen lassen. Deshalb entscheidet sich Burkhard lieber für die sichere Variante und führt uns erstmal hinab ins Tal, von wo aus wir über 400 Höhenmeter zur Hintergrathütte (2661 m) aufsteigen. Ein Pfad mit Suchtpotenzial – die berühmten Dreitausender, die gestern unsere Abendkulisse bildeten, scheinen nur etwas mehr als einen Steinwurf entfernt zu sein.

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Von der Martellerhütte bis zur Schaubachhütte, mit Gipfelversuch Hintere Schöntaufspitze

Blauer Himmel am Morgen über der Zufallspitze (3757 m)

Tag 7. Für die Überschreitung vom Martelltal ins Suldental geht es zuerst wieder abwärts zur alten Staumauer und zur Mini-Einkehr in die Zufallshütte (2264 m). Dann gemächlich bergauf zum Madritschjoch (3123 m). Der teils recht schmale Steig ist auch bei MTB-Fahrern sehr beliebt; er wird als „höchster mit Mountainbikes befahrbarer Pass in Südtirol“ vermarktet (siehe hier), was sicherlich zusätzlich zu seiner Popularität beitragen dürfte. Allerdings kann das durchaus auch zu Konflikten mit Wanderern führen, wie wir erleben sollen.

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Von der Lyfialm zur Martellerhütte und zum Zufall-Gletscher

Tag 6. Nach dem Abschied von der Wirtin Sabrina und dem obligatorischen Gruppenfoto, das Rauschen des Gebirgsbaches im Ohr, marschieren wir recht flott zum gut gefüllten Enzian-Parkplatz. Offenbar haben viele Ausflügler unser nächstes Ziel, die in traumhafter Lage erbaute Zufallhütte (2264 m).

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Vom Stallwies zur Lyfialm

Tag 6. Eine Genusswanderung, Burkhard sagte „Ausruhtag“: ein gemütliches, lustvolles Auf und Ab auf einem Panoramapfad mit Blick hinab ins grüne Martelltal und zeitweise auch auf den Zufritt-Stausee. Bereits nach drei Stunden in Bewegung kommen wir an der modernen Lyfialm (2165 m) im Stilfserjoch Nationalpark an. Ulkig: Der Hüttenhund sitzt hier auf einem Dach und beobachtet aufmerksam und ohne sich groß zu rühren das Terrassengeschehen.

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Vom Martellerhof über das Zirmbichl zum Berggasthaus Stallwies

Tag 5. Am Morgen in Gand rettet mich Andrea vor einem zähnefletschenden Hund. Er sah erst ganz harmlos aus, auf einem Tisch liegend, im Hintergrund die Berge des Martelltales. Das ideale Fotomotiv. Doch als ich die Wanderstöcke weglege, um ihn besser knipsen zu können (Fehler!), kommt er wie angestochen angerannt. Vor Andreas Stöcken hat er dann wieder Respekt.

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