Abschied im Regen: Zipser Magura und Javorová dolina

 

Fotos (zum Vergrößern bitte klicken): Diana Kunze

Tage  8 & 9. Langsam heißt es Abschied nehmen. Von den geliebten Bergen. Dem guten Essen. Der Zeit nur für uns. Nehmen wir Abschied mit einer roten oder schwarzen Tour? Oder lieber ganz gemütlich? Das Wetter trifft die Entscheidung, denn Regen kündigt sich an. Da trifft es sich gut, dass die Zipser Magura gleich vor der Haustür wachsen. Wir sind also schnell zurück, sollte es losprasseln! Weiterlesen „Abschied im Regen: Zipser Magura und Javorová dolina“

Advertisements

Auf dem Kriváň (2494 m)

Fotos (zum Vergrößern bitte klicken): Diana Kunze

Tag 7. Wir schlafen erstmal aus und entscheiden uns erst ziemlich spät für den Kriváň: höchster Gipfel der westlichen Hohen Tatra; nationales Symbol der Slowaken; ein „Holy Summit“, wie Mario und ich ihn vor zwei Jahren tauften. Damals hinderte uns u.a. schlechtes Wetter an der Besteigung.

Heute sieht das Wetter richtig gut aus. Uns erwartet eine traumhafte Sicht, die sich auf den ca. 1600 hm Aufstieg bestätigen soll. Besser geht’s nicht!

Auch die Einkehr am Abend ist vom Feinsten. Im Strachan in Ždiar probieren wir die Schlachteplatte: heiße Würste und Grillfleisch mit Stampfkartoffeln und Gemüse. Unbedingt empfehlenswert.

Floßtour auf dem Dunajec, Wanderung in den Pieninen

Dunajec
Fotos: Diana Kunze

Tag 6. Unweit unserer Pension in Ždiar führt ein Panoramaweg zuerst in die Zipser Magura. Die Fahrt gewährt uns ungeahnte Perspektiven auf die Beler Kalkalpen. Die sind plötzlich noch viel größer! Wir erreichen das Dorf Osturňa mit seinen goralischen Häusern. Eine Perle abseits der Tatra-Touristenströme.

In den Pieninen. Vor Červený Kláštor wählen wir die entfernteste Anlegestelle für eine Floßtour, um möglichst lange auf dem wilden Wasser zu sein. Irgendwann müssen wir das alles zurücklaufen…

Turbulent wippen wir dann durch den Canon, vorbei an imposanten Felsen der Pieninen-Bergwelt. Ein tolles Erlebnis! Dank Dianas Sprachkenntnisse erreichen auch wenig jugendfreie Flößer-Witze meine Ohren.

Endpunkt der Tour ist unmittelbar vor Szczawnica. Während es für andere Touristen via Miet-Bike oder Bus zurückgeht, sind wir lieber per pedes unterwegs. Der Tag ist ja noch jung, die Sonne lacht!

In Lesnica knurren unsere Mägen. Die freundliche Penzion Holica verleitet zum üppigen Gelage und zum Plaudern mit der deutsch sprechenden Wirtin. Wir sind also guter Dinge, als wir bald, hinterm Ort, einen ordentlichen Anstieg zu bewältigen haben. Auch im Mittelgebirge kann’s steil nach oben gehen!

DSC04320

Traumfade. Tief unten fließt der Dunajec…  In Červený Kláštor angelangt, begrüßen uns Schwärme von Graureihern, später sogar Schwarzstörche. Langer Asphalt führt uns zum Auto.

In Ždiar geht bereits die Sonne unter. Wir genießen diesen Moment auf einer kleinen Anhöhe vor unserer Pension, mit Blick auf Zdiarska Vidla und Havran.

Schwarzstorch Dunajec

Auf dem Jahňací štít (2229 m)

Fotos (zum Vergrößern bitte klicken): Diana Kunze

Tag 5. Für den ganzer Tag versprechen die Wetterfrösche Sonnenschein und über 20 Grad. Bestes Voraussetzungen also für Dianas Lieblingsberg, den  Jahňací štít! Wir sind nun gut eingewandert, erreichen die Hütte Chata pri Zelenom plese  (1551 m) bereits nach 1,5 Stunden. Dann geht’s steil nach oben, wir kommen voll auf unsere Kosten. Diese schwarze Tour habe ich schon mehrfach beschrieben, deshalb spare ich mir hier weitere Zeilen. Außerdem sprechen die Fotos für sich… Am Abend speisen wir vorzüglich in der neuen Kolibar in Tatranska Kotlina – vielen Dank an die Wanderkollegen aus Dresden für diesen Tipp!

Auf dem Predné Solisko (2093 m)

Blick vom auf den Krivan (2494 m). Foto: Thilo Kunze
Blick vom Predné Solisko zum spitzen Krivan (2494 m). Foto: Thilo Kunze

Tag 4. Heute lassen wir’s wieder eher gemütlich angehen. Von Štrbské Pleso nehmen wir die Seilbahn, ehe wir den Predné Solisko (2093 m) erklimmen. Der Anstieg (ca. 50 Minuten) entpuppt sich als nicht besonders schwierig, und so ist der Gipfel sehr beliebt bei Jung und Alt. Toller Blick etwa auf den Vodopád Skok (Schleierwasserfall) und zum Krivan! Kurz darauf ein Bier auf der aussichtsreichen Terrasse der Chata pod Soliskom (1840 m), ehe wir die Seilbahn zurück ins Tal nehmen. Abendessen im Slnečný dom in Tatranska Lomnica (Spanferkel) und gemütlicher Tagesausklang in Ždiar.

Tief unten liegt der Vodopád Skok. Foto: Diana Kunze
Tief unten liegt der Vodopád Skok. Foto: Diana Kunze
Foto: Diana Kunze
Schwalbennest in Strbské Pleso.  Foto: Diana Kunze

 

Drei-Seen-Tour und Ostrva-Gipfel

DSC04003
Blick vom Ostrva (1926 m) auf den Popradské Pleso

Tag 3. Eine traumhafte Drei-Seen-Tour! Von Štrbské Pleso geht’s durch den Wald zum Popradské Pleso. Dunkle Wolken bedrohen die Aussicht vom Ostrva (1926 m). Wir steigen deshalb schnell auf – und haben Glück! Der Blick schweift zurück und nach unten auf den viertgrößten See der Hohen Tatra.

 

DSC04017-001
Auf der Tatranská Magistrála.  Fotos (2): Diana Kunze

 

Der Wind weht ziemlich heftig. Die Tatranská Magistrála führt uns zum nächsten Pleso, den nebelbedeckten Batizovské Pleso. Es regnet stark. Bei einer Flussüberquerung holen wir uns endgültig klatschnasse Füße. Etwas unterhalb vom Sliezsky Dom führt ein Pfad hinunter nach Tatranská Polianka, wo unser Auto wartet.

Abendessen in der Pizzeria Rusika in Ždiar- wie immer ein Erlebnis für alle Sinne!

Von Tatranska Kotlina zur Chata Plesnivec

Wir haben wieder viel Neues & Schönes in der Hohen Tatra kennengelernt: Gipfel, die uns bisher (warum eigentlich?) nicht gereizt hatten; dazu ein ganz besonderes Hinterland (Zipser Magura, Pieninen) und auch empfehlenswerte Restaurants.

Ausgangspunkt war der malerische Ort Ždiar zu Fuße der Beler Kalkalpen. Unsere Unterkunft: die Pension Vasko am Ortsende.

In loser Folge berichte ich nun aus meinem Tagebuch…

DSC03917
Im saftigen Grün: Chata Plesnicec (1290 m).  Fotos: Diana Kunze

DSC03932Tag 1. Es schüttet wie aus Eimern. Deshalb wählen wir eine kurze Tour, die auch bei Dauerregen gut zu bewältigen ist: von Tatranska Kotlina zur Chata Plesnivec (1290 m). Und siehe: Wandern kann auch bei Mistwetter super-schön sein!

Am Abend fahren wir zur gemütlichen Einkehr in die Kolibar in Veľká Lomnica, eines unserer Stammlokale seit vielen Jahren.

 

Tag 2. Das Wetter ist am nächsten Morgen nicht viel besser. Also zum Shoppen nach Poprad. (Da muss ich als Mann jetzt mal durch.) Während Diana durch die Regale streift, bestaune ich eine Oldtimer-Ausstellung im Forum-Einkaufstempel. Später belohnen wir uns mit leckerem Kuchen von Lucia.

Abendessen im Goral in Ždiar. Keine Gourmet-Küche, aber sehr anständig und preiswert. Der Wirt spricht deutsch, wir fühlen uns wohl.