Auf Schneeschuhen durch die Winter-Wunderwelt der Allgäuer Alpen

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Auf dem Steinmandl (1982 m)

Nebel, Kälte und Schneegestöber. Tags darauf blendet uns die Sonne auf einem frischgezuckerten Gipfel. Die Winterwelt in den Allgäuer Alpen ist eine Wunderwelt! Bezaubernd und abwechslungsreich.

Kurz vor Silvester waren ich und elf weitere Schneeschuh-Wanderer mit dem Bergführer Gernot Podmenik unterwegs. Er führte und spurte ruhig, sicher und souverän, selbst bei Null-Sicht.
Was für ein Gelände! Das Kleinwalsertal rund um die Schwarzwasserhütte ist für mich eine tolle Entdeckung zum Jahresausklang.
Das waren meine Stationen:

Tag 1. In Riezlern fährt mir der Bus nach Ifen vor der Nase weg. Um nicht eine Stunde zu warten, nehme ich den nächsten Bus bis Wäldele. Von dort eine Dreiviertelstunde zu Fuß auf teils vereisten Wegen bis zum Treffpunkt an der Auenhütte.
Hier schaffe ich noch ein schnelles Bier vor dem Aufstieg (2 h) zur Schwarzwasserhütte.
Tag 2. Dafür, dass einige von uns noch nie auf Schneeschuhen gestanden haben, ist die heutige Leistung beachtlich! Über den Gerachsattel (1752 m), das
Neuhornbachjoch (1845 m) und den Steinmandl (1982 m). Vor dem letzten Gipfel kehrten wir noch im Neuhornbachhaus (1700 m) gemütlich ein.
Tag 3. Keine Sicht, Schneefall und sehr kalte Winde. Nicht gerade die besten Voraussetzungen für eine Tour. Gernot übt deshalb erstmal in Hüttennähe den Ernstfall: die Rettung von Verschütteten mittels LVS-Gerät, ehe wir uns doch noch bewegen. Ein Segen in klirrender Kälte!
Obwohl wir fast nichts sehen, spurt Gernot ohne GPS auf den Gerachsattel und gegen Mittag zurück zur Hütte.
Am Nachmittag dann eine Traumtour! Durch die tiefe Schlucht des Schwarzwasserbachs zur Alpe Melköde (1350 m).
Tag 4. Das Schönste kommt zum Schluss. Wir haben nur wenig Zeit für eine erneute Steinmandl-Besteigung. Nach den heftigen Schneefällen herrscht nun erhebliche Lawinengefahr (Stufe 3 +). Gegenüber, auf dem Hohen Ifen, muss jemand gerettet werden (hier). Wir gehen sehr langsam, fast alle schaffen den Gipfel, über den Grat. Kein Wölkchen –  die Sicht von oben ist der absolute Hammer!
Nach unserer Rückkehr steigen wir zur Auenhütte ab und treten die Heimreise an.
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