Zum Sattel Kreuzjoch & von Alm zu Alm

Auf dem Kreuzjoch (2297 m)
Auf dem Sattel Kreuzjoch (2297 m)

„Ich war schon überall: in Nepal, in den Rocky Mountains… Am schönsten ist es in den Dolomiten!“ Heute, im Schatten dieser Hammerwände, werde ich den Satz unseres Wanderpartners Dietrich verstehen können! 

Wie sich das Wetter entwickeln will, ist früh am Morgen sehr ungewiss. Deshalb steuern wir erstmal nur den nahen Sattel Kreuzjoch an (2297 m) an. Von unserer Alm geht es 600 Höhenmeter stramm nach oben. Weitere Ziele sind einige Almen im Umkreis, die uns jederzeit Rettung vor Unwettern bieten können. Eine goldrichtige Entscheidung, wie sich erweisen soll.

Wir kommen trocken auf dem Sattel an, doch der Himmel wirkt bedrohlich. Schnell wieder runter! Nach wenigen Minuten fängt es an zu gießen. Bald auch zu donnern.

Das Vordach der Tschantschenon-Hütte (1928 m, geschlossen) lässt uns aufatmen. Kleiderwechsel. Abwarten… Es gewittert nicht mehr – auf Regen sind wir eingestellt.

 

Auf dem Adolf-Munkel-Weg trotzen wir dem lästigen Nass bis zur Gschnagenhardtalm (2006 m). Die hat so ziemlich die beste Lage, die der Wanderer sich wünschen kann. Die Geislerspitzen unmittelbar vor der Nase! Frische Milch macht uns wieder munter, der Ofen trocknet die Kleider. Neben uns hängt eine Karte an der Wand, welche die Erstbegehungen – die meisten von den Brüdern Messner – in den nahen Felsen zeigt. 

Nur fünf Minuten unterhalb von uns liegt die Geisleralm (1996 m). Die sieht auch sehr urig aus… Aber: Alle fünf Minuten sollte man wohl nicht einkehren, oder?

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Die wilden Männer an der Geisleralm

Besonders die lebensgroßen Schnitzereien vor der Hütte haben es uns angetan. Richtig gemütlich ist es bei den wilden Männern jetzt jedoch nicht, es regnet Hunde und Katzen. Also noch ein halbes Stündchen weiter zur Duslerhütte (1782 m). Da kommt plötzlich die Sonne raus! Wunderbar – hier bin ich Mensch, hier will ich sein! Und ein Bierchen trinken. Die Tiroler Fahne flattert im Wind, die Geislergruppe zeigt ihre volle Pracht; zum Augenblicke will ich sagen: „Verweile doch…!“

An der Duslerhüte
Blick von der Duslerhütte

Nach einer intensiv genossenen Rast steigen wir zur Glatschalm (1902 m) auf. Auch hier ist die Aussicht unwirklich-schön. Wie aus einem Bilderbuch.

Wir könnten zufriedener kaum sein, als wir am Abend zur Zanser Alm zurückkehren. So viel Spaß an einem Regentag! Was mag da erst passieren, wenn die Sonne scheint?

Geislergruppe, von der Glatschalm aus gesehen
Bilderbuchpanorama an der Glatschalm
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