Abschied im Regen: Zipser Magura und Javorová dolina

 

Fotos (zum Vergrößern bitte klicken): Diana Kunze

Tage  8 & 9. Langsam heißt es Abschied nehmen. Von den geliebten Bergen. Dem guten Essen. Der Zeit nur für uns. Nehmen wir Abschied mit einer roten oder schwarzen Tour? Oder lieber ganz gemütlich? Das Wetter trifft die Entscheidung, denn Regen kündigt sich an. Da trifft es sich gut, dass die Zipser Magura gleich vor der Haustür wachsen. Wir sind also schnell zurück, sollte es losprasseln!

Diese Berge sind nicht sehr hoch, aber  aussichtsreich. Ein waldreiches, eher menschenleeres Mittelgebirge, in dem es sich gut wandern lässt. Auch Bären fühlen sich hier wohl. Wir entdecken einige Spuren von ihnen auf dem Weg zur Chata Baba Jaga. Eine urige Hütte, die zum Hotel Strachan gehört und am oberen Ende des Skiliftes liegt. Im Winter ist hier bestimmt der Teufel (oder die Hexe) los, doch heute haben wir die Terrasse fast für uns alleine. Nach unserer Bierpause wandern wir weiter Richtung Bachledova Dolina, bis die Wolken nichts Gutes mehr verheißen. Diana erkundigt sich deshalb bei Pilzsammlern nach einer Abkürzung nach Ždiar – und sie verraten einen direkten Weg zu unserer ehemaligen Pension Furmanec!

Leider präsentiert sie sich heute im sehr traurigen Zustand. Verlassen und zugerammelt. Das Vordach am Eingang dient uns jetzt als Unterstand. Wir warten den gröbsten Regen ab und laufen dann durch den Ort. Inzwischen hungrig, kehren wir im Zdiarski Dom ein. Auch dieses Haus hat bessere Zeiten erlebt. Dianas Spätzle sind kalte Teigklumpen, mein Palatschinken wird 10 Minuten später serviert.

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Zdiarska vidla und Havran, von unserer Pension aus gesehen.

Am nächsten Tag fragen wir wieder, ob das Wetter hält. Wenn ja, dann wollen wir’s auf den Kopske sedlo schaffen. Doch bereits während der Busfahrt nach Tatranská Javorina plätschern erste Tropfen gegen die Scheiben. Ojemine! Statt zu wandern, machen wir erstmal Pause unter den Schirmen am Potraviny. Als keine Besserung eintrifft, marschieren wir im Regen los. Vielleicht wird’s ja noch…

Wir kommen nur bis zur Brücke am pod Muráňom. Inzwischen völlig durchnässt, warten wir in einer Schutzhütte. Vergeblich; es hat sich eingeregnet. In der Ferne blitzt und donnert es. Zum Glück sind wir in diesen Minuten nicht auf dem Kopske sedlo!

Von der Regentour sind wir kein bisschen enttäuscht – wir hatten es wenigstens versucht…!

 

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