Ostereiersuchen im Isergebirge

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Traumpfad nach Wilhelmshöhe.  Foto: Diana Kunze

Die diesjährige Ostertour ins Isergebirge bot uns viel Bewegung in einer verschneiten Bergwelt plus “Saus und Braus” mit Böhmischen Knödeln und tschechischem Bier. Von der Darretalsperre aus erkundeten 15 ausdauernde Wanderer unserer Sektion bizarre Felsen auf windig-­aussichtsreichen Kämmen, wilde Wasserläufe und ruhige Dörfer aus Umgebindehäusern.

Tag 1. Im Berliner Flachland knöspelt es bereits frühlingshaft. Die Welt im Gebirge ist noch eine andere. Bei der Anfahrt müssen wir kurz vorm Ziel  erstmal wieder umdrehen, die Straße zwischen dem Wittighaus und unserem Sporthotel Montanie ist für Autofahrer gesperrt und für Skifahrer freigegeben. Das bedeutet einen ca. einstündigen Umweg über Liberec. Sightseeing  ist auch was Schönes!

Dennoch schaffen wir’s pünktlich zum Mittagstisch in unser gemütliches Quartier zwischen See und Wald. Dann die Wanderstiefel an und raus in die verschneite Märchenwelt. Einmal rund um den Stausee. Heutige Strecke: ca. 11 km

Tag 2. Am nächsten Morgen wecken uns Regentropfen, die aufs Fensterbrett plätschern. Kein besonders ermutigender Klang. Schon gar nicht, wenn der Berg ruft. Der Buchberg.

Das Tröpfeln begleitet uns etwa eine Stunde auf einem winterlichen Traumpfad, viel in Bachnähe. Unser erstes Ziel: die urig-­gemütliche Chata Pod Bukovcem am Fuße des 1.005 hohen Vulkankegels. Nach einem stärkenden zweiten Frühstück in Form von Hopfen & Malz nehmen wir ihn in Angriff. Oben hatte sich der Himmel bereits aufgeklart. Eine großartige Sicht auf das westliche Riesengebirge! Hinab zur Berghütte Jizerka – Mahlzeit!! Leider sind alle Plätze reserviert. Im Restaurace Sklárna mit angrenzender Kletterhalle klappt’s dann doch.

Über den Reiterweg zur Schwarzen Desse kommen wir zu unserer Bleibe zurück. Etappenlänge: ca. 17 km

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Auf dem Buchberg. Eintrag ins Gipfelbuch. Foto: Diana Kunze

Tag 3. Wie süß ist’s am Frühstückstisch – der Osterhase war schon fleißig. Dann beglücken uns noch Sonnenstrahlen. Kein Wölkchen am Himmel, herrlich!

Zuerst mit dem Auto nach Wilhelmshöhe. Bald konkurrieren wir mit den Skifahrern auf der Iserstraße. Einer präsentiert seinen freien Oberkörper und nackte Beine über den Langlaufbrettern. Die Luft ist rein, die Sicht ist klar, die Sonne freut die Seele! Am Wittighaus ist Umtrunk. Die Sonnenanbeter unter uns entscheiden sich für die aussichtsreiche Terrasse.

Sonne satt haben wir auch weiter oben auf dem Mittleren Iser-­Kamm. Das hebt die Stimmung (wenn das noch geht) und verleiht zusätzliche Kräfte. Claudia und Sabrina bieten eine Yoga­-Einlage. Wenig später, am Grünen Lehnstein, wird der Schnee zu tief zum Weiterlaufen. Diana führt uns deshalb vom Pfad, den wir eigentlich geplant hatten, zum festeren Hauptweg. Wir laufen langsam, Schritt in Schritt, um nicht zu versinken. Unter unseren Füßen sind komplett in weißem Gold vergrabene Jungtannen. Wir gelangen zu den Raubschützenfelsen mit Klettersteig, von dessen Nutzung im Winter eher abzuraten ist, wie ein Test ergab.

Es geht weiter auf wunderschönen Pfaden bis zu unseren Fahrzeugen. Das Auto von Bettina steckt fest. Ein wenig Kraftsport – und das Gefährt ist aus dem Schnee bugsiert! Auch das heutige Ausdauertraining war nicht schlecht: ca. 17 Wanderkilometer liegen hinter uns.

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Bettinas Wagen, dahinter der Buchberg (1.005 m). Foto: TK

Tag 4. Es ist Ostermontag. Vor der Abreise soll nochmals körperliche Ertüchtigung drin sein. Im Erholungszentrum Harrachov starten wir an den berühmten Skisprungschanzen zum Mumlava­-Wasserfall. Der eisbedeckte Weg durch den Wald ist dermaßen glatt, dass wir beinahe im Zweifel sind. Doch tapfer tapsen wir weiter. Es lohnt sich!

Wir haben schon viele Wasserfälle gesehen, aber dieser hier gehört zweifelsohne zu den schönsten! Eine breite, gleichmäßig-klare Wasserwand strömt in ein Becken, von stufenweise geordneten Granitblöcke und mit Gebrüll. Kein Schaum, man sieht fast jedes Steinchen am Boden. Wunderschön!

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Mumlava-Wasserfall.  Foto: Thilo Kunze

Zurück im Ort, kehren wir in der Penzion U Hajneho Bedrichain ein. Auf das Essen müssen wir lange warten, aber sowohl Vorsuppen als auch Hauptgänge schmecken vorzüglich. Beim Bezahlen und den Umrechnungen in Euro wird der Wirt ziemlich pampig. Der schlechte Service trübt unsere Stimmung nicht.

Fazit: Eine ziemlich gelungene Ostertour ­ – das Feedback war ausgesprochen positiv und herzlich. Wir bedanken uns bei den Teilnehmern!

Mit uns gewandert sind: Andreas, Angelika, Astrid, Bernd, Bettina, 2 x Claudia, Gabi, Mario, Martin, Martina, Sabrina und Vera

Diana & Thilo Kunze

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