Nach Olympos und Cirali

Fotos (6): Diana Kunze
Fotos (6): Diana Kunze

Tag 13. Wir durchstreifen Orangenfelder und verlassen Adrasan. Es beginnt zu regnen. – Nun, lieber den Bus nehmen? Wir entscheiden uns fürs Wandern. Dadurch versäumen wir nicht den reizvollen Aufstieg durch herrlichen Nadelwald zu einem Pass. Oben stürmt es. Es ist kalt, regnet und hagelt. Richtig ungemütlich, aber wir sind eh keine Schönwetterwanderer. Wo der Nebel sich öffnet, zeigt sich eine weite Bergwelt. Einige Gipfel sind schneebedeckt.

Taurus

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Nun wird’s rutschig. Der Abstieg nach Olympos ist teils steil. Unser Weg führt zu originellen Baumhäusern. Die umliegenden Felsen geben ein phantastisches Bild.

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An einem Fluss geht‘s weiter bis zu der antiken Stadt, die vermutlich im 2. Jahrhundert v. Chr. entstand. Die erstaunlich gut erhaltenen Ruinen liegen beiderseits des Flusses. Wir wandern auf seiner rechten Seite u.a. zu einem Amphitheater. Dann öffnet sich Olympos zum Mittelmeer hin. Als wir den Strand erreichen, schauen wir zurück in das malerische Tal, aus dem wir gekommen sind. Über ihm versinkt bereits die Sonne.

Olympos

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Bis Cirali ist‘s nun nicht mehr weit, einem Urlaubsparadies am Meer mit einem herrlichen Sandstrand auf der einen Seite, dichtem Wald und Berge auf der anderen. Es wird dunkler, und wir wissen noch nicht, wo wir übernachten werden. Viele Pensionen haben im Winter geschlossen. Einige sind teils abgerissen und dem natürlichen Verfall preisgegeben. Später am Lagerfeuer erfahren wir, dass behördliche Willkür dahintersteckt. Angeblich seien Bauvorschriften nicht eingehalten bzw. Häuser illegal gebaut worden. Daher der Abriss. Um zuerst den sanften Tourismus unter dem Vorwand des Naturschutzes dichtzumachen – und dann, wie vielerorts im Land, „All-inclusive“-Bettenburgen hinzusetzen?

Wir sind in der Esralina Pansiyon untergekommen. Die Lage direkt am Strand ist traumhaft, die Atmosphäre sehr herzlich. Am Abend wird gegrillt. Diana und ich entscheiden sich für Köfte mit Salat. Sehr lecker. Mit Wirt Ibrahim und Ismet, dem Inhaber der Pension, sowie Leuten aus der Nachbarschaft sitzen wir am wärmenden Lagerfeuer. Schade, dass wir morgen bereits weiter müssen.

Gesamtlänge: ca. 16 km

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