Mit dem ACB in der Hohen Tatra

Teilnehmer unserer Tour vor der Terryhütte (2015 m)

Für manchen Alpinisten mag die Hohe Tatra ein eher exotisches Ziel sein: das zwar flächen-, aber keineswegs höhenmäßig kleinste Hochgebirge der Welt, das auf engstem Raum malerische Täler, steile Anstiege, urig-gemütliche Hütten und zauberhafte Bergseen bietet.

Diese atemberaubende Vielfalt haben Diana und ich liebgewonnen. Immer wieder zog es uns in den letzten Jahren dorthin – nun auch als DAV-Wanderleiter, um mit neun weiteren Teilnehmern in zehn Tagen den slowakischen Teil des Nationalparks zu durchstreifen. Dabei war nicht nur unsere Sektion vertreten, sondern auch Simbach (3 Teilnehmer), Zittau (2) und München (1). Um diese recht große Gruppe zu führen, ging ich voran; meine Frau achtete als Schlussläuferin darauf, dass niemand verlorenging.

Übernachtet haben wir in ”Morgenröthe”, der deutsche Begriff für „Ždiar“, von wo aus wir meist mit dem Auto zum Ausgangspunkt unserer jeweiligen Tagestour fuhren. Ždiar, ein typisches Bergdorf nahe der polnischen Grenze und auf fast 900 Metern über dem Meeresspiegel gelegen, zeichnet sich durch einige traditionelle Holzhaustypen – und durch Ruhe aus. Hierher verirren sich weitaus weniger Touristen als nach Tatranská Lomnica oder nach Štrbské Pleso. Besonders vernarrt bin ich auch in die Aussicht auf Ždiarska vidla, (deutsch Greiner), 2142 m, und  Havran (deutsch Rabenstein), 2152 m, die höchsten Gipfel der Belianske Tatry.

Ždiarska vidla (rechts) und Havran, vom Jahnaci stit aus gesehen. Foto: D. Kunze

Aus meinem Tagebuch:

Tag 1. Unser Fünfsitzer ist gut gefüllt. Mehr geht nicht. Wir reisen über Polen an und treffen kurz hinter Breslau auf Ulli und Frank von der Zittauer Sektion. Diana und ich hatten die Eheleute im letzten November in Nepal kennengelernt, seitdem stehen wir in engem Kontakt.

Als wir in Ždiar ankommen, erwarten uns die süddeutschen Kollegen bereits. Auch hier bestehen persönliche Beziehungen – Ernst R. Stalla kennen wir vom Wanderleiterlehrgang, und er war mit Diana vor wenigen Wochen auf Gletscher-Hochtour der Sektion Simbach in Wallis. Nun erfolgt sozusagen der „Gegenbesuch“, Ernst ist willkommender Gast und vertraut sich unserer Führung an.

Beim gemeinsamen Abendessen im slowakischen Lokal Goral (der Wirt spricht deutsch!) heiße ich die Teilnehmer herzlich willkommen, sage einige Worte zur Hohen Tatra, zu Ždiar und zur morgigen Einwanderungstour. Auf dem Rückweg zur Pension genießen wir einen unbeschreiblich schönen Sternenhimmel. Wir sehen noch Reste der Milchstraße; besonders gut ist sie hier Anfang August zu sehen.

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