Sonnige Märztage im Zittauer Gebirge

Auf dem Hochwald (749 m).

Zittauer Gebirge im März. Die Fernsicht ist phantastisch, das Wetter traumhaft. Tagsüber liegen die Temperaturen bei fast 20 Grad. Sonne satt. Und weil die Wandersaison noch nicht begonnen hat, haben wir die Naturschönheiten im malerisch-reizvollen Dreiländereck fast für uns alleine. Diese wunderschönen, skurril geformten Sandsteinfelsen.

Ulrich, Jochen und ich wohnen in einer gemütlichen Ferienwohnung: in einem denkmalgeschützten Umgebindehaus der Familie Hübner in Jonsdorf, das ich an dieser Stelle gerne weiterempfehle!

Drei Tage im Gebirge liegen vor uns. Die Jonsdorf-Runde wandern wir zu dritt. Dann werden zwei Wanderfreunde zu uns stoßen, die ich in Nepal kennenlernte: das Ehepaar Ulrike und Frank. Sie leben hier in einem Ort gleich um die Ecke und zeigen uns damit praktisch ihre Wohnstube.

Die Jonsdorf-Runde

23.03.12  Am Bahnhof vorbei und auf den Jonsberg (653 m). Gemütlich, ohne schwierige Anstiege. Anschließend zu den bizarren Felsen der Mühlensteinbrüche, darunter die drei Tische, die Orgel und das Schwarze Loch. Durch die Felsenstadt und auf den Nonnenfelsen.  Das Gasthaus hat geöffnet. – Zeit für eine Einkehr!

Später essen wir köstliches Eis im Cafe Balzer und begeben uns zur Gondelfahrt. Ihre Schwimm- und Saunalandschaft gehört heute nur uns.

(Gz 4,5 h)

Auf dem Lausitzer Matterhorn

24.03.12 Ulrike und Frank holen uns ab, und wir fahren zum Parkplatz am Hochwaldweg. Unser erstes Ziel ist der Hochwald-Gipfel (749,3 m) mit der Hochwaldbaude. Wir genießen die herrliche Aussicht – und ein Gipfelbier.  Lassen anschließend den Turm links liegen und steigen entlang der Grenze ab. Nicht zum Kelchstein, wie vor zwei Jahren mit dem AlpinClub Berlin. Sondern durch die Große Felsengasse. – Traumhaft! Es folgen einzigartige Aussichtspunkte: der auch „Lausitzer Matterhorn“ genannte markante Scharfenstein (569 m) und der Töpfer (582 m), wo wir in der Töpferbaude hervorragend speisen.

Unser nächstes Ziel heißt Oybin. Der Ort liegt in einem Talkessel, am Fuß des gleichnamigen Berges. Hier trennen wir uns von unseren Zittauer Wanderfreunden. Mit Uli und Jochen besichtige ich noch die alte Burg, ehe wir uns auf dem Thomasweg zurück nach Jonsdorf begeben.

In der urig-gemütlichen Dammschenke, Baujahr 1718, bestelle ich mir sofort eine Spezialität: die Schälklieselsuppe, eine kräftige Rinderbrühe mit Klößchen aus ausgerolltem Nudelteig.

Bei Uli gestaltet sich die Sache etwas komplizierter. Hier der Dialog:

„Herr Ober, wie Sie vielleicht noch wissen, ich bin Vegetarier und hätte deshalb gerne Sauerkraut ohne Speck.“

Wenig später werden die bestellten Klöße mit Sauerkraut serviert.

„Herr Ober, ich wollte doch Sauerkraut ohne Speck.“

„Stimmt, das hier ist ja auch mit Schinken.“

Wir lachen noch den ganzen Abend drüber.

P.S. Natürlich hatte der Kellner ein Einsehen und noch Fleischfreies gebracht.

(Gz 5 h)

Auf der Lausche

Waltersdorf. Blick von der Wache auf die Lausche (793 m).

25.03.12 Gegenüber dem Hotel „Zum Lindengarten“ beginnt der Wanderweg zur Lausche, einem spitzen Vulkankegel, mit 793 m der höchste Berg des Zittauer Gebirges. Als Kind hatte ich auf der Abfahrt das Skifahren gelernt.

Auf dem Weg zum Gipfel stiefeln wir durch Restschnee. Oben angekommen, fegt ein kräftiger Wind; in einer Mulde finden wir Schutz. Wir genießen eine freie Sicht in die Berglandschaft Nordböhmens.

Abstieg auf der tschechischen Seite und Einkehr in der Chata Luz  (eine gute Wahl!). Herrlicher Rückweg durch Hochmoor und Felsen, am Mönch vorbei zur Gondelfahrt. – Danke, Ulli & Frank, für die tolle Führung!

(Gz 3,5 h)

P.S. Weitere Fotos: twitpic. Siehe auch mein Artikel vom April 2010: Jahresauftakt mit dem AlpinClub Berlin.

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2 Gedanken zu “Sonnige Märztage im Zittauer Gebirge

  1. Michael

    Herzlichen Dank für den schönen Bericht.Wir waren auf diesen Wegen oft mit unsren Jungs im Urlaub unterwegs, als sie noch Schulkinder waren.

  2. bergpfad

    schön geschrieben! Scheinbar hat dich das Zittauer Gebirge auch ein wenig an sich gefesselt 😉 Vielleicht kommst du ja mal wieder!
    Mit dem Wetter hattet ihr wirklich Glück! Ein paar Tage später wandelte es sich leider!

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