Große Ruhe in Kathmandu

Straßenszene in Kathmandu. Foto: Thilo Kunze

Tag 21. Nach einem üppigen Frühstück bringt uns der Fährmann der Fishtail Lodge ans Festland. Bald darauf sind wir  pünktlich am Flughafen. Was fehlt, ist der Flieger. Der Grund: dichter Nebel in Kathmandu und Pokhara.

Start mit zweistündiger Verspätung. Sitze auf der linken Seite der kleinen Propeller-Maschine von Yeti Airlines. Mit 30 Passagieren ist sie bis auf den letzten Platz gefüllt.  Traumblick auf den Himalaya-Gürtel, auf schneebedeckte Gipfel über den Wolken.

Nach kaum 30 Minuten landen wir in Kathmandu. Wir kommen gut durch den Verkehr und werden im Hotel Greenwich Village mit dem besten Kaffee seit Wochen begrüßt.

Später ziehe ich mit einer kleinen Gruppe durch die Stadt, wo wir eine ganz hervorragende Pizzaria entdeckten: das Roadhouse Cafe. Im Anschluss shoppen? „Bitte ohne mich!“ sage ich und trete den Rückweg alleine an.  

Fischverkäufer. Foto: Thilo Kunze

Beim Abendessen überlegen wir, was wir morgen machen (können). Wahrscheinlich nicht viel, denn in Kathmandu soll gestreikt werden. Der Grund: Ein Politiker, der im Gefängnis saß, wurde dort umgebracht. Das stelle man sich mal vor: Weil ein Krimineller umgebracht worden ist, streikt das Land! Tja, andere Länder, andere Sitten…    

Tag 22. Alle Räder stehen still. Die laute Stadt kommt endlich zur Ruhe. Generalstreik. Er ist wohltuend für die Gesundheit der Menschen. Sie können mal durchatmen. Sind auch vom grässlichen Lärm der Fahrzeuge befreit.

Dichte Polizeipräsenz am Streiktag. Foto: Kunze

Der Tag eignet sich bestens für einen Spaziergang. Wir laufen auf Straßen, die sonst den Autos gehören. Diana und ich entdecken mit den beiden Zittauern dabei viel Interessantes, was uns an anderen Tagen vielleicht entgangen wäre. Da wären wir ja auf der Flucht gewesen vor Krach und Abgasen. 

Foto: Diana Kunze

Vieles ist bunt und für uns exotisch: Wohnhäuser, Tempelanlagen und vor allem – die Menschen: In Nepal gibt es „über 100 verschiedene ethnische Gruppen und Kasten sowie 124 verschiedene Sprachen und Dialekte“ (Quelle: Wikipedia). Zum Straßenbild gehören natürlich auch Tiere, vor allem Hunde, Affen und Kühe.

Zurück im Hotel, machen wir’s uns auf der Dachterrasse gemütlich. Wir genießen die Nachmittagssonne. Und: den ungewöhnlich weiten Blick auf die Stadt und Himalaya-Gipfel. Dem Streik sei Dank, ist die Luft heute sauber, die Sicht hervorragend.

Tag 23/24. Fahrt zum Flughafen und Rückflug mit Oman Air nach Europa.

Namaste!

P.S. Link zu meiner Fotogalerie.

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