Aufstieg zur Hochalm in Yakharka (4100 m)

Reiter vor Manang. Foto: Th. Kunze

Tag 12. Kühle Morgenluft und ein blauer Himmel begrüßen uns, als wir das Buddha Hotel verlassen. Bis zum Kloster sind es nur wenige Schritte. Vor Jahrhunderten wurde es an den Felsen Bragas errichtet; heute zählt es zu den ältesten Nepals.

Beim Betreten des Klosters müssen wir unsere Schuhe ausziehen. Die Steine unter den Füßen sind kalt. Deshalb bleibe ich nicht lange – meine Gesundheit ist mir noch wichtiger als der Kulturgenuss. Einige meiner Wanderpartner schniefen und husten bereits seit Tagen.

Ankunft in Manang 

Wir blicken auf den beeindruckenden Gangapurna (7454 m), auf seinen Gletscher mit See. Keine zwei Stunden wandern wir bis Manang (3519 m), in einem breiten Tal gelegen. In den Steinhäusern mit flachen Dächern wohnen fast 400 Menschen.

Als wir uns dem hübschen Ort nähern, fegen uns Reiter im vollen Galopp entgegen und wehen Sand auf. Bunte Gebetsfähnchen und -mühlen zeugen von der tiefen Religiosität der tibetischstämmigen Bevölkerung, kleine Läden und Verkaufsstände von ihrem Geschäftssinn. Wir kaufen Reisebedarf und Souvenirs. Einige Hotels. Sie machen von außen keinen schlechten Eindruck. Es gibt sogar einen (allerdings Mitte Dezember längst geschlossenen) Waschsalon.

Gletscher und See des Gangapurna (7454 m). Foto: Diana Kunze

Um den kinderfreundlichen „Opa Dietrich“ haben sich quirlige Rotznasen versammelt, und er spielt mit ihnen Ringelreihen. Der Wind bläst uns Sand ins Gesicht.

Momos in Gunsang

Wir müssen Münder und Nasen schützen, bis uns in Gunsang die gemütliche Lodge Marsyandi (3900 m) Windschutz, gutes Essen – und eine traumhafte Sicht gewährt. Die Gemüse-Momos der sympathischen Wirtin sind ein Gedicht – und irgendwie auch ein Wunder auf dieser Höhe, wohin keine Versorgungsstraße führt. Alle Güter werden auf langen Wegen von Trägern, mit Maultieren oder Yaks transportiert.

Im Himalayan View Hotel

In Yakharka (4100 m) zeigt sich deutlich, dass die Saison schon lange vorüber ist.  Lodges haben geschlossen. Winterpause. Außer im Himalayan View Hotel.

In den Schlafzimmerwänden sind dicke Löcher, durch die der Wind pfeift. „Hier bleibe ich nicht!“ protestiert meine Frau. Der Wirt in Flip Flops läuft mit uns durch die Kälte und findet für uns eine Alternative. Die Sonne ist nun verschwunden, es ist eiskalt. Das Wasser am Brunnen, wo ich die Hände waschen will, gefriert. Ich rutsche beinahe aus.

Diana und ich beeilen uns, in den Gemeinschaftsraum zu kommen, um uns an den warmen Ofen zu setzen. Die Verpflegung gefällt: Pilzsuppe, Nudelauflauf und Milchreis. Der Wirt und sein Team umsorgen uns herzlich. Sie geben sich größte Mühe, uns den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen.

(Hm ↑850 ↓200 Gz 4 h)  Weitere Fotos: siehe twitpic

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