Vom Jahnaci stit (2229 m) die Welt mit anderen Augen sehen

Aufstieg zum Jahnaci stit

Tag 6 und 7. Nach einem Ausruhtag in Poprad (Hitze, Eis & Kuchen), liegt am warmen Morgen tiefer Nebel über Zdiar. Das bedeutet: erneut viel Sonne und hochsommerliche Temperaturen am Tag.

Wir starten früh zum Jahnaci stit, zu einer der schönsten Aussichten der Hohen Tatra, und alles läuft nach Plan. Von der Bushaltestelle Biele Voda (925 m) bis zur Hütte Chata pri Zelenom plese  (1551 m) brauchen wir keine zwei Stunden. Hier genehmigen wir uns ein zweites Frühstück und genießen den Blick auf den Bergsee und auf die markanten Felsen, die ihn umgeben. Dann machen wir uns an den steilen Aufstieg. Der’s in sich hat. Denke ich, bis wir an der Kettensicherung, die zum schmalen Sattel Kolove sedlo (2118 m) führt, einer Nonne in voller Montur begegnen, die uns entgegenkommt. Die Ordensfrau schwebt scheinbar mühelos den Berg hinab, und ich fühle mich ermutigt, es ihr jetzt in anderer Richtung gleichzutun.

Alles ist eine Frage der Gewöhnung. Kinderleicht ist auch mir, anders als im Vorjahr, die kleine Kletterei.

Das Panorama wird immer beeindruckender. Bis wir das Gipfelerlebnis in vollen Zügen genießen. Den Blick auf endlose Weiten und steile Gipfel, die uns umgeben, und auch die Aussicht auf zwei gute Freunde, die ich von dieser Seite, in dieser Größe und Schönheit gar nicht kannte. Gemeint sind die höchsten Berge der Weißen Tatra, Ždiarska Vidla (deutsch Greiner, 2142 m) und Havran (deutsch Rabenstein, 2152 m).

Ždiarska Vidla (rechts) und Havran

Vom Jahnaci stit sieht man die Welt mit anderen Augen. Er ist nicht der höchste Gipfel, aber er erweitert uns den Horizont. Und ist damit bei gutem Wetter unbedingt empfehlenswert.

Apropos Augen. Beim Abstieg verliere ich etwa in Höhe des Bergsees Cervene pleso meine schicke Sonnenbrille. Das ärgert mich, und die – leider vergebliche – Suche kostet etwa eine Stunde Zeit.

In der malerisch gelegenen Chata pri Zelenom plese trinken wir noch ein Schwarzbier. Glücklich und zufrieden mit diesem Tag, trotz der verlorenen Brille.

P.S. Wer sie gefunden hat, kann sich gerne bei mir melden.

Blick vom Jahnaci stit
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