An der polnischen Ostsee: Dziwnów und Insel Wolin

Die Fähre in Swinemünde
Hafen mit Fähre in Swinemünde

22.04.11 Über Ostern spontan die Ostsee erkunden und Unterkunft finden, ist das möglich? Auf der polnischen Seite schon. Selbst bei bestem Sonnen-Wetter. Während feiertags auf Rügen oder Usedom reges Gedränge herrscht, hat die Saison in vielen polnischen Seebädern noch nicht begonnen.

An der Odermündung in Dziwnów

Diana und mich hat es nach Dziwnów (deutsch Dievenow) verschlagen,  auf einer 6 km langen Landzunge zwischen der Dievenow-Mündung und der Ostsee gelegen. Kein Wölkchen am Himmel. Manch polnischer Vermieter nutzt das lange Wochenende für einen Frühjahrsputz. Nach einer Bleibe müssen wir nicht lange suchen. In der Ul. Parkowa finden wir eine kleine, preiswerte Ferienwohnung für 25 Euro pro Nacht. Die benachbarten Urlaubsquartiere stehen leer.

Den Nachmittag nutzen wir für einen kleinen Spaziergang an der Küste zur Dziwna, einem der drei Mündungsarme der Oder. Wir treffen kaum Spaziergänger – unvorstellbar, bei dieser Sonne! Vielleicht hat der Wind die Menschen vertrieben. Direkt am Wasser weht er kräftig und kühl.

Das Meer ist saukalt. Dennoch will ich meiner Tradition treu bleiben und anbaden. Bei vielleicht 5 °C Wassertemperatur eine kleine Herausforderung. Ich habe den Strand und das Meer, in das die Abendsonne scheint, für mich alleine. – Wunderbar! Allerdings halte ich die Kälte nicht lange aus. Zweimal hinein bis zum Hals und wieder raus; dann kräftig abtrocknen.  Der Tradition ist Genüge getan!

23.04.11  In Dziwnów gibt es einige kleine Läden. Wir kaufen Milch, auch Getränke für den Abend. Dann geht’s zum Strand. Zum Sonnenbaden. Am Meer pfeift ein kräftiger Wind, unsere Strandmuschel will wegfliegen. Wählen deshalb, weiter oben in den Dünen, eine Kuhle, in der wir die Muschel mit sämtlichen Leinen am Gestrüpp festbinden. Für ein wenig Bräune klappert Diana zwei Stunden mit den Zähnen. Uns umgibt eine menschenleere Kulisse.

Später lassen wir uns im Ort „Fish and Chips“ schmecken. Spaziergang zum Fluss und durch die Straßen. Schauen uns weitere Ferienwohnungen an. Wollen gerne mal wiederkommen…

Glitzernde Abendsonne am Kanal. Blick ans andere Ufer. Wir begleiten den Fluss bis zum Strand und laufen am Wasser zur FeWo.

Erkundungs- und Rückreisetag auf der Insel Wolin

24.04.11 Rückreisetag. Wir wollen möglichst viel erkunden. Zeit für Umwege haben wir.

Gleich der Nachbarort, Miedzywodzie, (deutsch Heidebrink) auf der Insel Wolin, gefällt uns richtig gut, mit seinem herrlichen Kiefernwald vor dem breiten Sandstrand. Ruhiges Urlaubsflair. Anders als in Międzyzdroje (deutsch Misdroy): Hier treten sich die Touris auf die Füße. So schön die Villen des bekannten Badeortes auch sein mögen, wir bleiben lieber im Auto – das ich kurz zuvor gerne verlassen hätte, um den Woliner Nationalpark zu durchstreifen, dessen Schönheit ich aus dem Fahrzeug vielleicht erahnen, aber nicht erleben kann.

Wir fahren bis zum Hafen Świnoujście (deutsch Swinemünde) und schauen der Fähre zu, die zwischen den Inseln Wolin und Usedom verkehrt (siehe Foto oben).

Nach einer kurzen Rast entscheiden wir uns, am windstillen Stettiner Haff noch ein wenig Ostersonne zu tanken. In der Stadt Wolin  begeben wir uns an den Strand. Auch der ist recht ruhig und verlassen, aber wir treffen eine Gruppe Berliner beim Ostereiersuchen. „Kickt mal, was der Osterhase Jutes versteckt hat“, sagt einer zu uns; er schenkt uns zwei  „Spassmacher“ aus seiner Sammlung.

Am Strandbad in Wolin

Im Stettiner Haff ist das Wasser deutlich wärmer als in der Ostsee. Ich genieße es, einige Runden zu schwimmen, ehe wir das letzte Stück der Rückreise antreten.

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